Hofstetten

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Hofstetten - Geographie

Das Dorf Hofstetten liegt in Mittelfranken im Landkreis Roth westlich von Hilpoltstein an dem Flüsschen Roth. Auf einer Höhe von 367 m über NN ist die Landschaft geprägt durch die Kiefernwälder auf den sandigen Böden der Ausläufer der Nürnberger Keuperbucht. Wenige Kilometer im Süden jedoch erheben sich die Zeugenberge des Fränkischen Jura mit Höhen bis über 600 m (Schloßberg bei Heideck / 607m) und bei Thalmässing die Hochebene der Fränkischen Alb, die, von wenigen Tälern durchzogen, bis zur Altmühl bei Eichstätt reicht. Die genauen Koordinaten von Hofstetten (Standort Kirche) sind 49°10´44.18´´ nördliche Breite und 11°09´50.71´´ östliche Länge.

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Hofstetten - Gegenwart

In der Gegenwart hat Hofstetten den Wandel vom landwirtschaftlich geprägten Dorf zur ruhigen Wohnsiedlung vollzogen. Nur noch wenige Landwirte bewirtschaften Ihre Höfe. Die Einwohnerzahl ist durch die Ausweisung immer neuer Baugebiete auf über 900 (Zensus 2011) gestiegen, Tendenz weiter aufwärts. Gründe für die anhaltende Nachfrage nach Baugrund in Hofstetten sind wohl die ruhige Wohnlage, relativ moderate Grundstückspreise und  leicht zu erreichende Einrichtungen wie Kindergärten, Haupt- und Realschule, Gymnasium, Einzelhandel und Ämter im nahen Hilpoltstein.
Durch die Nähe zum Rothsee und ausgedehnte Kiefernwälder ringsum ist der Freizeitwert unseres kleinen Ortes als vergleichsweise hoch einzustufen. Der Mühlenweg des Landkreises Roth lädt zu einer Tour durch den Rothgrund und seinen Mühlen ein. In unmittelbarer Nähe zu Hofstetten liegen die Fuchsmühle , ein beliebtes Ausflugslokal, und die noch in Betrieb befindliche Schweizermühle. Ein weiteres beliebtes Freizeitziel für Radler, Skater und Wanderer ist der befestigte Fuß- und Radweg der auf der ehemaligen Bahnstrecke Roth - Greding auf dem Weg von Hilpoltstein nach Thalmässing die europäische Hauptwasserscheide auf ca. 460 Höhenmetern überwindet.

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Hofstetten - Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Hofstetten im Jahr 1142.Der Grund dafür war die Gründung des Klosters Walderbach Um dem Kloster eine materielle Basis zu geben, stattete der mutmaßliche Gründer des Klosters, Burggraf Otto I. von Regensburg, das Zisterzienserkloster mit Besitzungen und Rechten in 83 Orten aus. Allerdings existierte der Ort, als er im Jahre 1142 dem Kloster zugesprochen wurde, schon. Die Ortsnamensforschung lässt Rückschlüsse auf das wirkliche Alter unseres Wohnortes zu. Ortsnamen, die in unserem Landstrich auf -hausen, -hofen, -statt und -stetten enden, können mit großer Wahrscheinlichkeit in ihrer Entstehung dem 7. bis 8. Jahrhundert zugeordnet werden.
Mehr als 600 Jahre lebten die Hofstettener unter der Herrschaft des Klosters Walderbach. Und hatten damit wahrscheinlich einen Vorteil gegenüber weltlich beherrschten Nachbardörfern. Denn der mittelalterliche Spruch "Unter dem Krummstab ist gut leben" drückte aus, daß Äbte und Bischöfe ihre Rechte als Grund- oder Landesherren wohl auf angenehmere Weise als die weltlichen Herren ausübten.Bei unserer Kirche "Mariä Verkündigung" handelt es sich um einen gotischen Bau aus dem 14. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammen noch die drei geschnitzten Altarfiguren Maria mit dem Kind, hl. Barbara und hl. Katharina, die im Zuge der Barockisierung des Innenraums im Jahr 1737 in den neuen Altar eingefügt wurden. Die Bilder des Kreuzwegs im Langschiff werden auf das frühe 19. Jahrhundert datiert. Im Jahr 1961 erfolgten im Innenraum (Entfernung der Kanzel) und am Äußeren (Neuaufbau der Giebeldreiecke am Turm)  noch einmal größere Veränderungen, bevor die Kirche im Jahr 1992 bei einer neuerlichen Renovierung ihr heutiges Aussehen erhielt.

Als im Zuge des 30-jährigen Krieges so manche alte Ordnung zerfiel und auch die Klostergemeinschaft in Walderbach sich unter dem Einfluß der Reformation im Jahre 1556 aufgelöst hatte, entstand eine Art Machtvakuum, und die Hofstettener entrichteten keine Abgaben mehr. Mehrmals versuchten das wiedergegründete Kloster (1669) oder die Regierung von Pfalz-Neuburg (1723) die Hofstettener zur Zahlung Ihrer Steuern zu zwingen. Das aufmüpfige Völkchen wehrte sich jedoch weiterhin und so wurden deswegen sechs ihrer Anführer in Hilpoltstein arrestiert. Die Hofstettener stritten 200 Jahre lang mit Erfolg für ihre Steuerfreiheit. Erst als das Kloster Walderbach im Jahre 1803 erneut aufgelöst und Bayern 1806 zum Königreich von Napoleons Gnaden wird, zahlen die Hofstettener wieder brav ihre Abgaben.

Über all diese langen Jahre veränderte Hofstetten sein Ortsbild kaum.
Die Zahl der Wohngebäude veranschaulicht dies:
16. Jahrhundert: 19
18. Jahrhundert: 19
1820: 22
1904: 20
1932: 22

Die Veränderungen schritten allerdings nach dem Ende des 2. Weltkriegs 1945 umso schneller voran. Die Vertriebenen aus den Ostgebieten wurden auch in den wenigen Hofstettener Häusern untergebracht. Zehn Jahre später setzte der als Wirtschaftswunder bezeichnete Aufschwung ein und die Bautätigkeit regte sich auch in Hofstetten. Das Dorf wuchs aus dem Talraum heraus und bereits 1961 entschloß sich die damals selbständige Gemeinde zur Erstellung einer Kanalisation, 1962 schloß man sich einer Wasserversorgungsgruppe, bestehend aus 15 umliegenden Gemeinden, an. Ebenfalls 1962 wurde der Sandweg, der Hilpoltstein und Hofstetten verband, zu einer 4m breiten Straße ausgebaut. Der damalige Hofstettener Ortsteil Marquardsholz erhielt 1969 eine Straßenverbindung zu Hilpoltstein. Durch die starke Nachfrage nach Baugrundstücken in dieser Zeit, konnten die Hofstettener Landwirte zahlreiche Parzellen verkaufen und mit den erzielten Einnahmen auch ihren Wohnkomfort erhöhen. Dies hatte zur Folge, daß in den 1960er und 1970er Jahren der größte Teil der alten, bäuerlichen Wohngebäude abgebrochen und durch neue ersetzt wurde und so das heutige Ortsbild entstand. Im Zuge der "Gemeindegebietsreform" im Jahr 1972 verlor Hofstetten durch den Anschluß an Hilpoltstein seine Selbständigkeit als Gemeinde.


Quelle: Festschrift zum 850 Jahr-Jubiläum; Herausgegeben vom Verein Heimat- und Naturfreunde Hofstetten e.V.

 

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